Monatskommentar Faktor - August 2026


MARKTBEWEGUNG
Nachdem die Kapitalmärkte im Juli unter Druck standen, war der August ein positiver Monat an den Märkten. Auf Euro-Basis liegt der MSCI All Country World seit Jahresbeginn 14,65 % im Plus, der S&P 500 13,17 %, der Stoxx Europe 600 12,38 %. Auch auf Monatssicht konnten sich die Aktienmärkte weltweit positiv entwickeln. Der europäische Aktienmarkt hinkte jedoch etwas hinterher (+0,37 %), währenddessen zeigten sich die Schwellenländer wieder erstarkt und gewannen 4,43 % im August. Bemerkenswert ist dabei: Die Gewinne an den Kapitalmärkten stammen nicht aus einer einzelnen Region oder einem Sektor. Die Marktbreite hat sich positiv entwickelt.
Führungsregion des Jahres bleiben die Emerging Markets mit 23,51 % seit Jahresbeginn und einem kräftigen August (+4,43 %). Der leichte Rücksetzer über drei Monate (−1,42 %) zeigt jedoch, dass diese Stärke nicht geradlinig verläuft. Getragen wird die Bewegung vor allem von den asiatischen Profiteuren des KI-Investitionszyklus, nicht von der Region als Ganzes.
Die bemerkenswertere Bewegung fand im August aber abseits der Aktien statt. Gold war mit +8,89 % der klare Gewinner des Monats. Nichtsdestotrotz verliefen die letzten drei Monate negativ für Gold (-2,04 %). Auf Jahressicht steht somit lediglich ein Plus von 2,25 % zu Buche. Durch das bisher positive Börsenjahr blieb der Bedarf nach Absicherung aus. Dazukommt der immer noch erhöhte Preis durch die Rallye der Vorjahre, sowie ein Anstieg der langfristigen Zinsen, welche die Opportunitätskosten von Gold ansteigen lassen.
Zugleich blieben Anleihen unter Druck: Sowohl global abgesicherte (−1,38 %) als auch Euro-Anleihen (−1,34 %) notieren seit Jahresbeginn im Minus. Es ist der Anstieg der langfristigen Kapitalmarktzinsen, welche die Anleihekurse unter Druck setzt. Die Gründe dafür sind altbekannt: Steigende Haushaltsdefizite und ein anhaltender Inflationsdruck halten die Renditen oben.
AUSBLICK
Der September gilt als schwächster Börsenmonat, und ein US-Zwischenwahljahr sorgt für zusätzliche politische Unruhe. Wären wir nicht alle Millionäre, wenn Börsenregeln so einfach zu befolgen sind? Mit etwas mehr Volatilität ist diesen Monat dennoch zu rechnen. Mit dem Ende der Aktienrückkaufprogramme fällt, neben der schwächeren Nachfrage der Privatanleger, eine weitere Stütze an den Märkten weg.
Die wichtigere Frage aber stellt der Anleihemarkt. Steigende Staatsschulden, eine Rekordflut an Neuemissionen und Zweifel an der Tragfähigkeit der Haushalte halten den Druck am langen Ende hoch. Daneben relevant ist sicherlich die geopolitische Entwicklung rund um den Iran und dessen Auswirkungen auf Inflation und Zinsen. Diesen Druck bekommt auch der Aktienmarkt zu spüren. Vor allem die KI-Vorreiter sind hochverschuldet, steigende Zinsen treffen sie daher direkt.
Auf der Aktienseite wird über die künftige Führung am Markt gestritten. Nach der Korrektur bei Technologie- und Halbleiterwerten konnte vor allem die „old-economy“ und damit Europa profitieren. Aber auch die USA und die asiatischen Länder als Hauptprofiteure des KI-Zyklus sollten nicht abgeschrieben werden.
Für Privatanleger ist die Lehre nicht, den Sieger zu erraten, sondern die Breite über alle Regionen zu halten.
Portfoliokommentar
Strategie Faktor-Portfolio
Die Strategie erzielte im Berichtsmonat eine Rendite von 0,98%. Der größte Renditebeitrag stammt erneut aus den in der Strategie enthaltenen Aktien. Durch die positive Aktienmarktentwicklung ist die Aktienquote auf circa 68% gestiegen, die Anleihequote beträgt circa 32%.
Transaktionen fanden im Berichtsmonat keine statt.
Ein aktuelles Factsheet der Strategie inkl. vergangener Wertentwicklung und aktueller Allokation finden Sie hier:
Strategie Faktor-Depot
Die Strategie erzielte im Berichtsmonat eine Rendite von 0,53%. Der größte Renditebeitrag stammt aus den in der Strategie enthaltenen Aktien. Durch die positive Aktienmarktentwicklung ist die Aktienquote auf circa 57% gestiegen, die Anleihequote beträgt circa 43%.
Transaktionen fanden im Berichtsmonat keine statt.
Ein aktuelles Factsheet der Strategie inkl. vergangener Wertentwicklung und aktueller Allokation finden Sie hier:
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