Eingestellt am 8. Oktober 2014 · Eingestellt in Alle Publikationen, Markteinschätzung

Wachstumssorgen führen zu Risikoaversion an den Märkten

An den Märkten sorgen schwache Wirtschaftsdaten für Sorgenfalten. Die Markteilnehmer meiden das Risiko und investieren lieber in festverzinsliche Papiere. Zuletzt schockte die deutsche Industrieproduktion die Märkte und auch andere Länder sehen sich mit einer fallenden Dynamik ihrer Wirtschaft konfrontiert. Die schwachen Wachstumsaussichten veranlassten den Internationalen Währungsfonds (IWF) dazu, die Wachstumsprognosen für die globale Wirtschaft abermals nach unten anzupassen. Sorgen bereitet dabei insbesondere die Wirtschaft der Eurozone, hier führen die Auswirkungen der Schuldenkrise erneut zu einer Stagnation der Wirtschaft. In den USA hingegen entwickelt sich die Wirtschaft deutlich besser. Auch wenn die aktuelle Phase der wirtschaftlichen Expansion nicht an vergangene Zyklen anknüpfen kann, werden stetig neue Arbeitsstellen geschaffen.

US-Arbeitsmarkt

Ein Blick auf den US-Arbeitsmarkt zeigt im Jahr 2014 einen signifikanten Anstieg der offenen Stellen. Diese befinden sich aktuell auf dem höchsten Stand seit der durch die Lehman-Pleite ausgelösten Rezession.

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Abb.1

Bei einem genaueren Blick auf den US-Arbeitsmarkt stellt man jedoch fest, dass der Rückgang der Arbeitslosigkeit angesichts der hohen Zahl an offenen Stellen nur sehr schleppend voran schreitet. In der Abb. 2 wird die Arbeitslosenrate inkl. Arbeiter, die bereits aus der offiziellen Statistik herausgefallen sind, dargestellt. Die offizielle Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 5,9 Prozent, zählt man die Arbeiter hinzu, die keine Hoffnung mehr auf einen Job haben und sich daher nicht mehr aktiv bemühen, liegt die Arbeitslosenquote bei 7,4 Prozent.

In den USA gibt es also zahlreiche offene Stellen, doch keinen der, sie ausfüllen könnte. Es zeigt sich also offensichtlich eine hohe Diskrepanz zwischen dem Profil der gesuchten Arbeiter und derer die, nach Arbeit suchen.

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Abb.2

Eine weitere Möglichkeit, den Zusammenhang der offenen Stellen und dem US-Arbeitsmarkt zu beleuchten, besteht darin, anstatt der Arbeitslosenquote die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit zu nutzen. In der Theorie sollte die Dauer der Arbeitslosigkeit mit der Zunahme von möglichen Arbeitsstellen sinken. Doch auch mit offenen Stellen auf einem 13 -jahreshoch benötigt ein Arbeiter im Durchschnitt noch immer über 30 Wochen, um einen neuen Job zu finden.

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Abb.3

Fazit

Es scheint, dass vor der Häusermarktkrise viele Arbeiter mit geringer Ausbildung und einem begrenzten Fähigkeitsprofil eine temporäre Anstellung im Bausektor gefunden haben. Nachdem mittlerweile eine Vielzahl an Arbeitsplätzen im Baugewerbe verloren gegangen ist, stellt dies besonders für Arbeiter mit geringer Ausbildung ein Problem dar. Besonders besorgniserregend  ist aus diesem Grund der diesjährige Rückgang von Ausgaben im Wohnungsbau.  Die US-Wirtschaft muss sich daher den strukturellen Herausforderungen stellen. Um benötigte Reformen und Bildungsprogramme zu schaffen, ist insbesondere die Politik gefordert.

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Abb.4

YPOS Kapitalmarkt-Dialog

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Über den Autor

Herr Mesch ist Diplom Betriebswirt und seit Januar 2012 für den Bereich Kapitalmarktanalyse und die strategische Vermögensverwaltung verantwortlich. Er ist Mitglied im Anlageausschuss und verantwortet die Produkt- und Managerselektion.