Eingestellt am 2. April 2014 · Eingestellt in Markteinschätzung

Aktienmärkte heben ab?

Der Monat April ist historisch betrachtet einer der besten Börsenmonate. Für den US Aktienindex Dow Jones bedeutet dies einen durchschnittlichen Anstieg von 2 Prozent (Historie seit 1950). Der Weg für eine Fortsetzung der Kursgewinne im März wäre zumindest bereitet. Viele Märkte konnten das zeitweise angeschlagene Kursbild deutlich verbessern und könnten vor einem erneuten Ausbruch nach oben stehen. Der deutsche Leitindex DAX 30 konnte seine unterdurchschnittliche Wertentwicklung für dieses Jahr etwas korrigieren und kann für 2014 seit Kurzem sogar einen Gewinn ausweisen.

Die positive Entwicklung der letzten Handelstage fußt im Wesentlichen auf 3  Faktoren. Erstens: Die Situation in der Ukraine hat sich spürbar entspannt. Zweitens: Die Wirtschaftsdaten zeigen ein Bild positiven Wirtschaftswachstums, das jedoch nicht gut genug ist, um ohne weitere geldpolitische Unterstützung fortzubestehen. Drittens: Die Märkte spekulieren auf zusätzliche Unterstützung der europäischen und chinesischen Notenbanken.

Für den zukünftigen Verlauf der Aktienmärkte ist kurzfristig die Europäische Zentralbank entscheidend. Die Inflationsraten für die Eurozone sollten die Notenbanker geschockt haben. Die Inflationsrate für die Eurozone betrug im März nur 0,5 Prozent und sollte unserer Einschätzung nach dafür sorgen, dass die EZB ihre Inflationsschätzungen nach unten anpassen muss. Der Trend ist mittlerweile so beunruhigend, dass sogar die sonst so konservative Bundesbank laut über eine quantitative Lockerung der Geldpolitik nachdenkt. Dies wäre noch vor kurzem schwer vorstellbar gewesen.  Vor diesem Hintergrund richten sich morgen, am 03.04., alle Augen auf die Pressekonferenz der EZB in Frankfurt. Der Markt rechnet, wie man am noch immer starken Eurokurs ablesen kann, nicht mit neuen Maßnahmen der geldpolitischen Lockerung – vielleicht eine gute Chance für die EZB.

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Abb.1

Abseits der Aktien ist wenig Bewegung am Kapitalmarkt vorhanden. Interessant ist die weiter anhaltende Erholung der Schwellenländer. Edelmetalle tun sich im aktuellen Marktumfeld schwer und sind auch aus technischer Sicht erneut angeschlagen. Der kurzfristige Aufwärtstrend ist mittlerweile nach unten durchbrochen.

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Abb.2

Zeit für Emerging Markets?

Bereits letzte Woche haben wir in Ausgabe 12 über eine sich abzeichnende Bodenbildung im Kapitalmarktsegment der Schwellenländer berichtet. Diese ist in den letzten Handelstagen weiter fortgeschritten und könnte zum Ausgangspunkt eines kurz bis mittelfristigen Aufwärtstrends werden. Die Markterwartungen sind fast durchgängig negativ und die Bewertungen durchaus attraktiv. Eine Mischung, die reichlich Potential für Überraschungen bieten könnte.

Emerging Markets – Hintergrund

Der Anleihemarkt zeigte jüngst leicht steigende Zinsen, wobei dies besonders für den Laufzeitbereich von 3-7 Jahren zutraf. Nach dem Statement der amerikanischen Notenbankpräsidentin, Janet Yellen, am 19. März herrscht noch immer Unklarheit in Bezug auf den Zeitpunkt, an dem die US-Notenbank die Zinsen anheben will. So waren die Marktteilnehmer vor den Aussagen der Notenbankpräsidentin von einem Zeitpunkt ausgegangen, der frühestens den Frühling 2016 für eine Zinserhöhung vorsah. Dieser wurde durch die Aussagen Yellens korrigiert und wird heute bereits ab Mitte 2015 erwartet. Aufgrund dieser Ereignisse konnte der USD gegenüber den wichtigsten Handelspartnern zulegen und gewann in den letzten Tagen gegenüber dem Euro knapp 1 Prozent.

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Abb.3

Trotz der Korrektur des Zinsausblicks für die USA konnten sich die zuletzt so hart getroffenen Schwellenländer behaupten. Die Währungen hielten sich stabil und die Renditen am Anleihemarkt fielen. In der jüngeren Vergangenheit gingen Anstiege des US-Zinsniveaus immer mit einer starken Verkaufswelle für Finanzgüter (Währungen, Aktien, Anleihen) aus Schwellenländern einher. Dies ist nicht länger der Fall. Der größte Teil der Schwellenländer konnte in den letzten Handelstagen ansehnliche Kursgewinne – am Aktien-, Renten- und Währungsmarkt – erreichen. Auch aus Sicht der Charttechnik deutet sich der Beginn eines Trends an. Nach dem vorläufigen Hoch des MSCI Emerging Market Index‘ in 2011 waren es immer ca. 5 Monate, die eine Aufwärts-, bzw. Abwärtsbewegung andauerte. Nach dieser Betrachtung könnte ein Aufwärtszyklus gerade begonnen haben. Gerne erläutern wir Ihnen wie Sie effizient und passend zu Ihrer finanziellen Risikobereitschaft in die Kapitalmärkte der Schwellen- und Wachstumsländer investieren können.

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Abb.4

Frühjahrsputz für Ihr Depot

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Eine klare Sicht ist nicht nur für die heimischen Fensterscheiben wünschenswert. Auch für die eigene Vermögensstruktur ist der Durchblick ein Vorteil. Versteckte Klumpenrisiken erkennen und untergewichtete Vermögensklassen für zukünftige Anlageentscheidungen berücksichtigen, hierbei hilft Ihnen die YPOS Vermögensstruktur-Analyse.

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Wie funktioniert der Aktienmarkt?

Traditionell basieren die meisten Investmentstrategien im Grunde auf Zukunftsprognosen und Renditen entstehen, wenn  Vorhersagen zutreffen. Hier stellt sich die Frage, ob es für eine langfristig ausgerichtete Strategie sinnvoll ist, die Zukunft vorhersagen und Märkte schlagen zu wollen. Denn zahlreiche Studien beweisen, dass dies auf lange Sicht nicht möglich ist. Um ohne Prognosen erfolgreich am Aktienmarkt zu investieren (reale Renditen verdienen) zu können, muss man die Funktionsweise des Aktienmarktes verstehen. Hierdurch ist es möglich, das Zustandekommen von Renditen zu erklären und gezielt zu investieren. In der Vergangenheit haben sich viele Nobelpreisträger mit diesen Regeln befasst: Angefangen mit der „Modernen Portfoliotheorie“ nach Markowitz über die Weiterentwicklung im Capital Asset Pricing Model (CAPM) bis zu dem von Fama und French entwickelten „Drei-Faktoren-Modell“. Dieses Modell erklärt über 90% der Entstehung von Aktienmarktrenditen durch drei Faktoren:

  1. Investieren Sie möglichst breit gestreut in den Aktienmarkt (hellgrüne Linie)
  2. Die Investition in kleine Unternehmen führt zu einer höheren erwarteten Rendite als bei großen Unternehmen: Small Cap-Effekt (orangene Linie)
  3. Die Investition in günstige (nach dem Kurs-Buchwert) Unternehmen führt zu einer höheren erwarteten Rendite als bei teuren Unternehmen: Value-Effekt (dunkelgrüne Linie)

Das Faktor-Portfolio setzt diese wissenschaftlichen Erkenntnisse in einer strategischen Vermögensverwaltung um. So erhalten private Anleger Zugang zu einer Strategie, wie sie sonst professionelle Investoren wie etwa der Norwegische Staatsfonds umsetzen. Der Anteil der Aktien am Portfolio beträgt 65 Prozent, der Anleiheanteil 35 Prozent. Innerhalb der Aktien trägt eine breite Diversifikation in über 10.000 Einzelaktien zur Risikoreduzierung bei. Allerdings unterliegen Aktien immer einer gewissen Schwankungsbreite, die sich auch nicht durch die große Streuung ausschalten lässt. Daher ist die anteilige Ergänzung durch Anleihen sinnvoll, um die Portfolioentwicklung zu glätten. Die Verteilung von 65 zu 35 Prozent ist in einem Umfeld historisch niedriger Zinsen wichtig. Denn nur mithilfe eines ausreichend hohen Aktienanteils können attraktive Renditen erzielt werden. Für langfristig orientierte Anleger bietet das Faktor-Portfolio die Möglichkeit, ohne Prognosen und dafür auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse in den Aktienmarkt zu investieren. Weitere Informationen

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alexander.mesch

Über den Autor

Herr Mesch ist Diplom Betriebswirt und seit Januar 2012 für den Bereich Kapitalmarktanalyse und die strategische Vermögensverwaltung verantwortlich. Er ist Mitglied im Anlageausschuss und verantwortet die Produkt- und Managerselektion.