Eingestellt am 20. Februar 2013 · Eingestellt in Markteinschätzung

Aktueller Kommentar

Die ZEW Konjunkturerwartungen lassen hoffen, aber die Parlamentswahlen in Italien sorgen für Verunsicherung

Diese Börsenwoche begann verhalten. Die Grundstimmung ist vor den italienischen Parlamentswahlen ohnehin gedämpft, hinzu kommen die noch immer ungelöste Frage um das US-Fiskalproblem und die wirtschaftlichen Sorgen um die Eurozone. In der vergangenen Woche wurden für Deutschland, Italien, Portugal sowie für die gesamte Eurozone die wirtschaftlichen Wachstumszahlen für das 4. Quartal 2012 veröffentlicht und es ergab sich ein erschreckendes Bild: Durch die Bank fielen die Daten miserabel aus (zum Teil weit unter den Erwartungen). Allerdings ist das Wirtschaftswachstum eine rückwärts gerichtete Betrachtung.

GDP Eurozone

Abb.1

Will man wissen, wie sich die Situation in der Zukunft entwickelt, ist man auf Meinungsumfragen, sogenannte Frühindikatoren angewiesen. Daher wurde den vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobenen Konjunkturerwartungen auch eine hohe Aufmerksamkeit geschenkt. Die Zahlen wurden am Dienstag veröffentlicht, erwartet wurde ein Wert von 35 Punkten für Deutschland und 35,5 Punkten für die Eurozone. Die dann veröffentlichten Zahlen übertrafen die Prognosen bei Weitem. Mit Werten von 48,2 Punkten für Deutschland und 42,2 Punkten für die Eurozone sorgten diese Neuigkeiten für einen regelrechten Paukenschlag an den Börsen. Der Dax30 sowie alle anderen europäischen Börsen setzten zu einem Höhenflug an, dem sich auch die US-Märkte anschlossen.

ZEW

Abb.2

Die ZEW Daten verdeutlichen, wie bereits einige andere Frühindikatoren, eine sich bessernde Situation. Dies sollte den Aktienmarkt weiter positiv stimmen. Der Unsicherheitsfaktor US-Fiskalpolitik wird, wie es scheint, in den kritischen Verhandlungspunkten weiter in die Zukunft verschoben, so können sich die Börsen kurzfristig auf andere Themen fokussieren.

Der größte Stolperstein für die weitere Entwicklung der Aktienmärkte ist die italienische Parlamentswahl am kommenden Sonntag. Die Angst, dass Silvio Berlusconi nach seiner famosen Aufholjagd in den Prognosen tatsächlich einen Wahlsieg davon tragen könnte, lässt vielen Marktteilnehmern einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Die beste Variante wäre eine Koalitionsregierung der von Pier Luigi Bersani geführten Demokratischen Partei und dem von Mario Monti geführten Bündnis der Mitte. Auf diese Weise würde die als reformscheu geltende Demokratische Partei wichtige Zugeständnisse gegenüber dem Bündnis der Mitte machen müssen, so dass die unter Mario Monti begonnenen Reformen weiter voran getrieben werden könnten (Mario Monti war der Führer der technokratischen Regierung, die nach dem Rücktritt von Silvio Berlusconi die Geschäfte übernahm). In den zuletzt veröffentlichen Prognosen sieht es nach dieser Konstellation aus. Doch eine Vielzahl von noch unentschlossenen Wählern könnte die Wahl am Sonntag in eine ganz andere Richtung beeinflussen.

Letzte Umfragewerte vor der Wahl

wahl italein

Abb.3 Quelle: www.sondaggipoliticoelettorali.it, www.scenaripolitici.com, www.termometropolitico.it, www.corriere.it, www.ilsole24ore.com Sand der Umfragen: 22.02.2012

Die Auswirkungen auf die Märkte wären im Fall einer Wahl Silvio Berlusconis negativ. Denn eine erneute Zuspitzung der Eurokrise wäre dann nicht ausschließen (wenn auch unwahrscheinlich). Sicher ist, dass ein derartiges Ergebnis die wirtschaftliche Erholung sowie den politischen Prozess erheblich verzögern würde.

Für strategische Investments sollte man sich jedoch nicht von dem Ausgang der Wahlen beeinflussen lassen. Sofern man kurz vor dem Einstieg in den Markt steht, ist es eine mögliche Option, die Wahlergebnisse abzuwarten, doch im Fall eines für den Markt positiven Ergebnis würde ein Teil der Kursanstiege verpasst. Es ist also wie immer in der Börsenwelt: Risiko und Chance sind untrennbar miteinander verknüpft.

 

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Über den Autor

Herr Mesch ist Diplom Betriebswirt und seit Januar 2012 für den Bereich Kapitalmarktanalyse und die strategische Vermögensverwaltung verantwortlich. Er ist Mitglied im Anlageausschuss und verantwortet die Produkt- und Managerselektion.