Eingestellt am 6. Februar 2013 · Eingestellt in Markteinschätzung

Aktueller Kommentar

Die Aktienmärkte setzen vorläufig ihre Korrektur fort. Grund für die steigende Unsicherheit an den Märkten sind die erneuten Anzeichen eines politischen Konflikts zwischen Deutschland und Frankreich. Stein des Anstoßes ist eine aufkommende Diskussion zwischen den beiden Ländern hinsichtlich des kürzlich stark angestiegenen Eurokurses (Abb.1). In diesem Rahmen äußerte sich ein Sprecher der Kanzlerin, Angela Merkel, an diesem Mittwoch. Demzufolge ist der Euro nicht überbewertet und es besteht derzeit kein politischer Handlungsbedarf, um die europäische Gemeinschaftswährung abzuwerten. Die französische Seite sieht die Situation von einer anderen Seite: Da die französische Wirtschaft noch immer am Rande einer Rezession steht, besteht ein Interesse, die Wettbewerbsfähigkeit durch eine Abwertung des Euro zu steigern.

Euro Handelsgewichtet

Abb.1

Hinzu kommt nach den kürzlich veröffentlichten Wirtschaftsdate aus der EU-Peripherie die Erkenntnis, dass die Volkswirtschaften weiterhin am Boden liegen und sich dies auf absehbare Zeit auch nicht ändern wird. Betrachtet man den neuen Rekordwert der Arbeitslosigkeit in Spanien (Abb.2), wird schnell klar, dass eine Besserung der Lage für die Bevölkerung nicht feststellbar ist. Dabei wäre es in der gegenwärtigen Situation besonders wichtig, den Menschen im südlichen Europa eine positive Perspektive zu bieten. Andernfalls wird die soziale Not auf kurz oder lang zu innerpolitischen Zerwürfnissen führen. Da kommt es nicht gut an, dass sich die Regierung mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert sieht. Im Ergebnis werden Kursgewinne bei spanischen Anleihen mitgenommen, was die Zinskosten für die Regierung erneut ansteigen lässt. Dies nehmen viele Investoren zum Anlass, auch in anderen risikoreichen Anlageklassen wie Aktien Kasse zu machen.

Arbeitslosigkeit europa

Abb.2

Wir meinen jedoch, dass es derzeit kein Anlass gibt, erneut in Panik zu verfallen. Durch das Bekenntnis der Europäischen Zentralbank, wenn nötig all ihre Möglichkeiten zu nutzen, um einen Zusammenbruch des Euro zu verhindern, ist das Worstcase-Sezenario zunächst einmal vom Tisch. Doch der Heilungsprozess der hoch verschuldeten Eurozone mit samt ihrer wirtschaftlichen Probleme wird noch Jahre andauern. In diesem Zeitraum wird es auch immer wieder Auseinandersetzungen oder Rückschläge geben, die einfach zu dem Prozess dazu gehören.

Doch es gibt auch positive Nachrichten. Auf niedrigem Niveau sind Anzeichen zu erkennen, dass sich die Wirtschaft in der gesamten Eurozone langsam erholt. Betrachtet man die globalen Einkaufsmanagerumfragen (Abb.3) bewegt sich die Eurozone langsam in Richtung der 50-Punkte Markte (Werte über 50 deuten wirtschaftliches Wachstum an und vice versa). Die Message ist hier ganz klar: Die Wirtschaft schrumpft noch immer, allerdings weniger als zuvor. Betrachtet man die Einkaufsmanagerumfragen im Detail, sind sowohl innerhalb der Eurozone als auch global signifikante Divergenzen zu beobachten. Man kann hier von einer Welt der zwei Geschwindigkeiten sprechen – eine wichtige Erkenntnis wenn es darum geht, eine Investmententscheidung zu treffen. Demnach favorisieren wir bei der Allokation die USA, China und andere Länder, die über einen Wettbewerbsvorteil verfügen.

PMI

Abb3

Fazit: Wir sehen eine Korrektur, die nach dem starken Anstieg der Kurse ganz natürlich  und notwendig ist. Dennoch bevorzugen wir weiterhin Aktien gegenüber Anleihen. Doch bei der Auswahl des Aktien gilt es,  genau hinzusehen. Wie am Beispiel der Einkaufsmanagerumfragen dargestellt, werden einige Länder aufgrund ihrer fundamentalen Probleme weniger wachsen und noch eine längere Zeit mit ihrem Heilungsprozess beschäftigt sein.  Nach wie vor sehen wir Kursrückgänge als potentielle Kaufgelegenheit. Da es niemand vermag, die Schwankungen der Börsen genau vorherzusagen empfiehlt sich ein Einstieg in verschiedenen Tranchen.

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Über den Autor

Herr Mesch ist Diplom Betriebswirt und seit Januar 2012 für den Bereich Kapitalmarktanalyse und die strategische Vermögensverwaltung verantwortlich. Er ist Mitglied im Anlageausschuss und verantwortet die Produkt- und Managerselektion.