Eingestellt am 22. März 2013 · Eingestellt in Inflationscheck

Die offizielle Inflationsrate für den Februar 2013 ist in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresmonat von 1,7 auf 1,5 Prozent gefallen. Dennoch ist der reale Vermögenserhalt mit den aktuell am Kapitalmarkt gehandelten Renditen von soliden Staatsanleihen, Pfandbriefen und bonitätsstarken Unternehmensanleihen mittlerer Laufzeit nach Steuern und Produktkosten nicht möglich. Für Kapitalsammelstellen wie Versicherungen, Pensionskassen oder Versorgungswerke wird der Anlagedruck daher zunehmend größer.

Strukturierte Produkte (Zertifikate, Aktienanleihen usw.) bieten ebenfalls weiterhin keine attraktiven Konditionen. Die eingepreiste Schwankungsbreite erscheint einfach zu niedrig.In der letzten Niedrigzinsphase wurde der Nährboden für die heute bekannten Problemfälle geschaffen. Offene Immobilienfonds wurden mit Geld überschwemmt, fragwürdige Kredite wurden in strukturierte Produkte verpackt und Geldmarktfonds mittels synthetischer Papiere aufgehübscht. Das waren keine Produkte mit zweistelliger Renditeerwartung, sondern vermeintlich konservative Anlagen um den niedrigen Zinsen zu entgehen. Private Anleger, institutionelle Investoren  und Produktmanager sollten sich jetzt mit der Frage beschäftigen wo das Prädikat konservativ aktuell noch angebracht ist. Bei diesen beliebten sicheren Häfen ist bspw. Skepsis sinnvoll: Rohstoffwährungen, Unternehmensanleihen bekannter und renommierter Unternehmen, sowie deutschen Gewerbe- und Wohnimmobilien in gefragten Lagen.

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Über den Autor

Herr Mesch ist Diplom Betriebswirt und seit Januar 2012 für den Bereich Kapitalmarktanalyse und die strategische Vermögensverwaltung verantwortlich. Er ist Mitglied im Anlageausschuss und verantwortet die Produkt- und Managerselektion.