Eingestellt am 17. April 2013 · Eingestellt in Inflationscheck

Die offizielle Inflationsrate für März 2013 ist in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresmonat von 1,5 auf 1,4 Prozent gefallen. Der weiter voranschreitende Rückgang der Inflationsraten ist auch ein Zeichen für die wirtschaftlichen Herausforderungen, welchen man sich dieser Tage stellen muss. Die gehandelten Renditen von soliden Unternehmensanleihen mittlerer Laufzeit bieten nach Kosten kaum die Chance auf einen realen Kapitalerhalt. Gleichzeitig sind die gehandelten Renditen für beinahe alle Instrumente des Inflationschecks gesunken. Die Ausnahme ist die Dividendenrendite des Dax 30. Diese ist um drei Basispunkte auf 2,47 Prozent angestiegen und tauscht damit die Platzierung mit Anleihen aus den Schwellenländern (EUR). Unter dem Strich bleibt der Anlagenotstand erhalten, die Renditen sind, wie die Inflation, gefallen. Kritisch wird die Situation, wenn der Schock der Schuldenkrise überwunden wird und die Inflationsrate wieder beginnt zu steigen. In diesem Fall  werden viele, die in vermeintlich sicheren Anlagen (Anleihen, Tagesgelt, etc.) investieren, über negative Realzinsen enteignet. Bis auf weiteres sind wir jedoch von einem erneuten Anstieg der Inflationsraten gefeilt, doch wenn die Europäische Zentralbank eine aktivere Rolle übernimmt und die Politik den nicht durchhaltbaren Sparkurs lockert, dann könnte ein Richtungswechsel schnell erfolgen.

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Über den Autor

Herr Mesch ist Diplom Betriebswirt und seit Januar 2012 für den Bereich Kapitalmarktanalyse und die strategische Vermögensverwaltung verantwortlich. Er ist Mitglied im Anlageausschuss und verantwortet die Produkt- und Managerselektion.