Eingestellt am 10. Oktober 2013 · Eingestellt in Eurokrisenbarometer

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Wir bleiben in ruhigen Fahrwassern / Leichte Verbesserung / Noch immer signifikante politische und wirtschaftliche Risiken

Für die rückläufigen Zinsen am Anleihemarkt ist nicht alleine die Situation in Europa verantwortlich. Die unerwartete Entscheidung der US-Notenbank, die lockere Geldpolitik vorerst unverändert beizubehalten sorgt ebenfalls weltweit für fallende Zinsen. Doch auch in Europa selbst verdichten sich Anzeichen einer schwachen Erholung. Die Einkaufsmanagerindices „Industrie“ verharren zum Großteil auf Zwei-Monatshochs und der Servicesektor legt über den Erwartungen zu.

Die Daten zum Status der europäischen Schuldenkrise sind in zwei Arten zu unterscheiden: So genannte „nachlaufende Daten“, die erst mit einigen Wochen Zeitverzug gemeldet werden (Target-2 Salden, Bankeinlagen), und „Marktdaten“, die täglich durch den Kapitalmarkt festgestellt werden (Rendite Staatsanleihen, Entwicklung Bankaktien). 

Griechenland bleibt trotz Verbesserung in kritischem Zustand

Die Zinsen für die meisten europäischen Krisenstaaten sind im vergangenen Monat gesunken. Besonders dramatisch ging es für Griechenland nach unten. Trotzdem müsste das Land nach wie vor die mit Abstand höchsten Zinsen zahlen, wenn es sich am Kapitalmarkt refinanzieren wollte. Angesichts des noch immer hohen Schuldenberges verdeutlicht dies erneut, dass Griechenland ohne neuerliche Schuldenschnitte auch zukünftig nicht ohne die Hilfe des ESM auskommen wird.

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Stand: 03.10.2013

Bundestagswahl hat noch keinen Einfluss auf Europapolitik

Mit ihrer Führungsfigur Angela Merkel hat es die CDU geschafft, mit Abstand die stärkste Partei im Bundestag zu bleiben. Auch wenn kurz nach der Wahl der Kurs in der Eurokrise bestätigt wurde, stehen wichtige Entscheidungen bevor. Hier wird sich zeigen, ob die Peripherieländer nicht doch auf größere Zugeständnisse aus Berlin hoffen können. Vorerst sorgt jedoch die Bestätigung der Kanzlerin für Kontinuität und damit klare Fronten in der Europapolitik.

Italien – Herausforderungen brauchen eine stabile Regierung

Weniger harmonisch ging es in Italien zu. Der ehemalige Ministerpräsident Silvio Berlusconi stiftete mehrere Minister seiner Partei an, von ihren Ämtern zurück zu treten. Dies löste eine Regierungskrise aus, auf die der aktuelle Ministerpräsident Enrico Letta mit dem Stellen der Vertrauensfrage reagierte. Aus dieser ging der Unruhestifter Berlusconi als Verlierer hervor. Sein Ziel, Neuwahlen herbeizuführen, ist gescheitert und er selbst wurde kurz darauf aus dem Senat ausgeschlossen.

Die Regierung Letta muss sich nun aktiv den Herausforderungen des Landes zuwenden. Italien befindet sich wirtschaftlich in einer prekären Situation. Das Land benötigt dringend Reformen, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Nach dem beendeten Machtkampf im Parlament besteht nun die Chance, sich auf die Realpolitik zu konzentrieren.

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Stand: 03.10.2013

Europäische Banken (fast) alle im Aufwind

Den Banken obliegt eine besondere Bedeutung bei der Staatsfinanzierung. Sie haben in ihren Bilanzen teilweise große Bestände von Staatsanleihen angehäuft. Aus diesem Grund werden Bankaktien bei den geringsten Anzeichen einer erneuten Verschärfung der Schuldenkrise verkauft. Die Grafik zeigt die Entwicklung der Aktienkurse (in Prozent) im letzten Monat und im bisherigen Jahresverlauf.

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Stand: 03.10.2013

 

 

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Über den Autor

Herr Mesch ist Diplom Betriebswirt und seit Januar 2012 für den Bereich Kapitalmarktanalyse und die strategische Vermögensverwaltung verantwortlich. Er ist Mitglied im Anlageausschuss und verantwortet die Produkt- und Managerselektion.