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Eingestellt am 12. November 2014 · Eingestellt in Alle Publikationen, Markteinschätzung

Neues von der Europäischen Notenbank

In der letzten Woche tagte die EZB zum letzten Mal im alten Euro-Tower in der Frankfurter Innenstadt. Die Erwartungen der Marktteilnehmer waren im Vorfeld verhalten, denn man rechnete mit keinen nennenswerten neuen Erkenntnissen. In der Tat war es nichts Neues, dass die Bilanzsumme um ca. 1 Billion Euro gesteigert werden soll. Dies soll jedoch nicht allein durch die bestehenden Ankaufprogramme geschehen, sondern in Kombination mit den gezielten Liquiditätstendern.

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Die wesentlich interessanteren Nachrichten waren jedoch andere: Erstens betont das Statement der Sitzung des EZB-Rates häufig die Einstimmigkeit der geldpolitischen Maßnahmen. Dies ist die direkte Reaktion auf Berichte, einige Ratsmitglieder hätten sich heftig zerstritten. Man ist spürbar bemüht, die Wogen zu glätten und mit einer Stimme zu sprechen. Mit eben dieser Stimme verspricht man auch, wenn nötig weitere unkonventionelle geldpolitische Maßnahmen einzuleiten, sollte die Inflation für zu lange Zeit zu niedrig bleiben. Diese zusätzlichen unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen bestehen insbesondere in den Ankäufen von Staatsanleihen, wie EZB-Präsident Mario Draghi in der  Pressekonferenz unmissverständlich klarmachte. Der EZB-Rat hat seine Mitarbeiter, wie ebenfalls aus dem Abschlussstatement der Ratssitzung hervorgeht, damit beauftragt, mögliche bestehende Hindernisse für den Ankauf von Staatsanleihen zu beseitigen.

Dies bedeutet konkret, die EZB bereitet den Ankauf von Staatsanleihen vor und dieses Vorgehen  wird auch von der Bundesbank mit getragen. 

Um dieses geldpolitische Instrument  jedoch ohne jeden rechtlichen Zweifel einsetzen zu können, müssen auch andere europäische Institutionen das nötige Fundament legen. Dies wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen und der Ausgang ist noch längst nicht sicher. Die europäische Gemeinschaft muss sich entscheiden, ob man der Institution die nötigen Instrumente an die Hand gibt, um wie andere bedeutende Notenbanken auch in extremen Krisen alles tun zu können, um das System zu stabilisieren. Sollten sich die europäischen Regierungsvertreter nicht darauf verständigen können, der EZB diese Kompetenz zu geben, wird es unserer Ansicht unmöglich sein, das nötige Fundament für eine krisenresistente gemeinsame Währung zu bilden.

Folgen für den Anleger

Die Alternativen im aktuellen Niedrigzinsumfeld sind weiterhin begrenzt. Investitionen in vermeintlich sichere zinstragende Produkte, bringen kaum noch Zinsen. Auf der anderen Seite bieten Aktien deutlich höhere Renditen, aber auch ein deutlich höheres Risiko.

Unabhängig von den Renditen, die der Kapitalmarkt bietet, ist es maßgebend, welche persönliche finanzielle Risikobereitschaft ein Anleger mitbringt. Diese ergibt sich aus der emotionalen Risikobereitschaft und der Risikotragfähigkeit. Die sogenannte Risikotragfähigkeit gibt den Verlust an, den der Anleger im Fall der Fälle verkraften kann. Die emotionale Risikobereitschaft ist die Fähigkeit, mit Schwankungen an den Kapitalmärkten umzugehen. Denn nicht jeder kann nachts gut schlafen, wenn das eigene Vermögen in einem schlechten Jahr um 20 oder 30 Prozent fällt.

Auf die aktuelle Situation an den Kapitalmärkten bezogen macht es nach dem starken Anstieg der Aktienmärkte in den letzten 3 Jahren Sinn, die Gewinne in etwas weniger risikoreiche Investment umzuschichten.

Im Hinblick auf die nicht ausgestandene Eurokrise ist es jedem zu raten, einen Anteil seines Vermögens in alternativen Währungen zum Euro aufzuteilen.

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Quelle: YPOS

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Webinar: Steuerliche Aspekte der Kapitalanlage

Am 13. November 2014 um 18.00 Uhr

Auch sieben Jahre nach ihrer Einführung ist die Abgeltungsteuer vielen noch immer ein Buch mit sieben Siegeln. Im Rahmen dieses Webinars werden die wichtigsten Aspekte der Abgeltungsteuer für private Anleger erläutert.

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Über den Autor

Herr Mesch ist seit Januar 2012 für den Bereich Kapitalmarktanalyse und Portfoliomanagement verantwortlich. Außerdem ist er Mitglied des Anlageausschusses. Vorige Stationen umfassten unter anderem: DWS Investments, Franklin Templeton, DEKA Bank so wie Commerzbank. Herr Mesch hat seinen Abschluss als Diplom Betriebswirt in 2009 an der Fachhochschule Worms erhalten.