Eingestellt am 14. Oktober 2014 · Eingestellt in Alle Publikationen, Inflationscheck

Inflation September 2014

Die Inflation in Deutschland bleibt nach dem August auch im September bei rund 0,80 Prozent.
Die zuletzt schwachen Wirtschaftsdaten aus Deutschland und der Eurozone ließen jedoch Ängste
einer neuerlichen Rezession aufkommen. Dies in Kombination mit weiter niedrigen Rohstoff- und
Energiekosten erhöht das Risiko weiter sinkender Inflationsraten, was die Länder der Eurozone in
eine sehr anfällige Situation gegenüber externen Schocks versetzt.

An den Kapitalmärkten führt die Sorge um das Wirtschaftswachstum zu fallende Aktienpreise. Die
Sicherheit am Anleihemarkt sorgt in einem Umfeld mit geringem oder keinem Wirtschaftswachstum
für eine ungebrochen hohe Nachfrage nach Anleihen. Dies lässt die Zinsen, beispielsweise für
deutsche Staatsanleihen, auf Rekordtiefstände fallen: Für eine Laufzeit von 10 Jahren lag die Rendite
zuletzt bei noch 0,858 Prozent. Sollte es der Geld- bzw. Realpolitik nicht gelingen, das Wachstum und
die Inflation in der Eurozone zu stabilisieren, könnte der jüngste Kursverlust an den Aktienmärkten
zur Dauererscheinung werden. Zugleich sorgt das Fehlen einer gemeinschaftlichen Strategie
auf Ebene der europäischen Politbühne für ein gestiegenes Risiko. Die Europäische Zentralbank
hat mit ihrer Geldpolitik Zeit erkauft, die von den Regierungen genutzt werden muss, um ein
tragfähiges Model für den europäischen Wirtschaftsraum zu schaffen. Die aktuellen Bemühungen
auf europäischer Ebene sind vor allem durch Dissens geprägt und lassen keine gemeinsame Strategie
erkennen. Sollte es bei dieser Politik bleiben, wird dies langfristig nicht ausreichen, um ein solides
Fundament für die Zukunft des Währungsraums zu schaffen.

Es bleibt also dabei: Niedrige Teuerung nach offizieller Lesart unterstützt die Vermögenspreise.

Gerne erläutern wir Ihnen, welche Konsequenzen sich für Ihr Vermögen ergeben, wie Sie auf diese Herausforderungen reagieren sollten und welche Maßnahmen nun zu treffen sind.

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Über den Autor

Herr Mesch ist seit Januar 2012 für den Bereich Kapitalmarktanalyse und Portfoliomanagement verantwortlich. Außerdem ist er Mitglied des Anlageausschusses. Vorige Stationen umfassten unter anderem: DWS Investments, Franklin Templeton, DEKA Bank so wie Commerzbank. Herr Mesch hat seinen Abschluss als Diplom Betriebswirt in 2009 an der Fachhochschule Worms erhalten.