Eingestellt am 21. Mai 2014 · Eingestellt in Alle Publikationen, Inflationscheck

Inflationscheck Mai 2014 Die Inflationsrate für Deutschland für den April beträgt 1,3 Prozent. Laut dieser Definition sind die Preise aus Sicht des Verbrauchers im Vergleich zum Vorjahresmonat also nur relativ moderat gestiegen. Die Preise für Vermögenswerte, wie deutsche Aktien oder vermietete Immobilien in Ballungszentren, sind im gleichen Zeitraum deutlicher gestiegen. Da sich das Geldvermögen der privaten Haushalte zu mehr als 80 Prozent auf zinsabhängige Geldwerte und dort wiederum zur Hälfte auf kurzfristige Anlagen fokussiert ist die Renditeerwartung sehr niedrig. Die sehr einseitige Ausrichtung kann schon fast als Wette auf niedrige Inflationsraten gesehen werden.

An den Kapitalmärkten sind die Kurse festverzinslicher Wertpapiere auf breiter Indexbasis und über die verschiedenen Segmente in den letzten Wochen gestiegen. Dementsprechend sind die Renditen gefallen. Marktbeobachter kommentieren dies mit Vorzieheffekten, da im Juni Maßnahmen der Europäischen Zentralbank erwartet werden. Andererseits könnte dies auch auf den generellen Anlagenotstand zurückzuführen sein. De facto verharren die Renditen von festverzinslichen Wertpapieren auf einem sehr niedrigen Niveau. Anleger sollten sich im Klaren sein, dass die auf Fälligkeit gerechneten Renditen gedeckelt sind, während die Inflationsrate ansteigen kann. Diese Logik gilt natürlich auch für die sehr einseitig ausgerichteten Kapitalsammelbecken wie Versicherungen, Versorgungswerke und betriebliche Systeme der Altersversorgung.

Da das Zins- und Renditeniveau in sehr viele Bereiche (Kapitalanlage, Altersvorsorge, Immobilien), die typischerweise nicht gemeinsam betrachtet und analysiert werden, ausstrahlt sind Anleger und Berater gleichermaßen gefordert. Die verzweifelte Suche nach laufenden Erträgen zeigt sich auch im Marketing der Banken und Fondsgesellschaften. Fonds mit hohen Dividendenrenditen (teilweise ergänzt um Optionsgeschäfte zur Ertragssteigerung) und Mischfonds die verschiedene Vermögensklassen mit relativ hoher laufender Rendite kombinieren werden verstärkt in den Fokus gerückt. Berater und Anleger sollten sich vor der Investition mit den spezifischen Vor- und Nachteilen dieser Investitionen beschäftigen.

In diesem Video wird dies erläutert:

Es bleibt also dabei: Niedrige Teuerung nach offizieller Lesart unterstützt die Vermögenspreise.

Gerne erläutern wir Ihnen, welche Konsequenzen sich für Ihr Vermögen ergeben, wie Sie auf diese Herausforderungen reagieren sollten und welche Maßnahmen nun zu treffen sind.

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Über den Autor

Herr Leichtweiß ist Finanzplaner und hat seinen Schwerpunkt in der strategischen Vermögensstrukturierung. Seine Beiträge finden Sie regelmäßig auf unserer Seite.