Eingestellt am 12. Juli 2019 · Eingestellt in Alle Publikationen

Der US-Aktienmarkt (S&P500) erreicht neue Allzeithochs, doch gleichzeitig läuft die Wirtschaft so schlecht, dass die Notenbanken der Welt eine Lockerung der Geldpolitik ausrufen. Wirft man einen genaueren Blick auf den US-Aktienmarkt ist auffällig, dass die konjunktursensitiven Märkte eine deutlich schwächere Entwicklung aufweisen. Dies war in der Vergangenheit ein guter Indikator, dass in der Wirtschaft etwas nicht rund läuft.

Der Dow Jones Transportation Index enthält, wie der Name schon vermuten lässt, Unternehmen aus der Transportbrache. Diese Unternehmen verzeichnen als erste Umsatzeinbußen, wenn die Wirtschaft an Fahrt verliert. Gleiches gilt für kleine Unternehmen (sogenannte Small Caps), die im Russell 2000 Index zu finden sind.

Dass die Aktienmärkte relativ stabil sind, liegt natürlich an der Notenbankpolitik. Die Notenbanken haben bereits Zinsen gesenkt (z.B. Australien) oder dies in Aussicht gestellt. Dies hat die Aktienmärkte nach den Wachstumssorgen, die im Dezember 2018 für die starken Kurseinbrüche gesorgt hatten, wieder auf Kurs gebracht.

Wie stark die Märkte mittlerweile verzerrt sind, sieht man besonders am Zinsmarkt. In der Grafik unten ist die deutsche Zinsstrukturkurve der Japanischen gegenübergestellt. Durch den Sonderstatus (Save Haven Charakter) im Euroverbund handeln die deutschen Anleiherenditen fast ausnahmslos unterhalb der Renditen von japanischen Staatsanleihen. Dabei muss man sich verdeutlichen, dass die Bilanz der Bank of Japan mittlerweile aus 84 Prozent japanischer Staatsanleihen besteht. 

Ein weiteres Symptom der Marktverzerrungen sind die Zinsen für griechische Staatsanleihen: Die Zinsen für Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren handeln mittlerweile auf dem Niveau von US-Staatsanleihen.

Für den Anleger bzw. Sparer sind diese Auswüchse am Zinsmarkt nicht gerade von Vorteil. In der Abbildung unten ist die reale Rendite für deutsche Staatsanleihen abgebildet (Rendite minus Inflation). Es ist eindeutig, dass eine reale Vermehrung des Kapitals bzw. ein Erhalt unter den aktuellen Bedingungen nicht möglich ist. Um eine Chance auf einen Vermögensaufbau bzw. Erhalt zu haben, ist ein breit diversifiziertes Portfolio notwendig. Dies sollte neben Anleihen auch Aktien, Gold und Währungen enthalten.

Fazit für Anleger 

Im globalen Niedrigzinsumfeld gilt es, eine, auf die individuellen Anforderungen abgestimmte, Mischung an Vermögenswerten im Portfolio halten. Die Risken sind in der aktuellen späten Phase des Konjunkturzyklus’ vielseitig und sollten entsprechend adressiert werden. Die Asset-Allokation sollte aktuell an die potenziellen Risiken angepasst werden. Dazu gehör, vereinfacht gesprochen, eine Mischung an Aktien, Anleihen, Gold und Barreserven. Diese sind, je nach individuellem Risikoprofil, so zu gewichten, dass ein robustes Portfolio entsteht. Auf der Aktien- und Anleiheseite favorisieren wir taktisch Anlagen mit defensiveren Charakteristika. Ein solches Portfolio wird sich auch in schwierigen Zeiten robust entwickeln und durch aktives Management können mittelfristige Chancen am Kapitalmarkt genutzt werden.  

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Über den Autor

Herr Mesch ist seit Januar 2012 für den Bereich Kapitalmarktanalyse und Portfoliomanagement verantwortlich. Außerdem ist er Mitglied des Anlageausschusses. Vorige Stationen umfassten unter anderem: DWS Investments, Franklin Templeton, DEKA Bank so wie Commerzbank. Herr Mesch hat seinen Abschluss als Diplom Betriebswirt in 2009 an der Fachhochschule Worms erhalten.