Eingestellt am 9. Februar 2018 · Eingestellt in Alle Publikationen, Markteinschätzung

Die Kursrückgänge am Aktienmarkt wurden schon seit vielen Monaten von Experten erwartet. Ich bin ohnehin der Meinung, dass der Aktienmarkt nicht ohne Rücksetzer wie an der Schnur gezogen immer nur steigen sollte, wie er es seit November 2016 getan hat. Denn dies veranlasst Marktteilnehmer, immer größere Risiken einzugehen, die sich, wie in den letzten Handelstagen gesehen, schlagartig entladen können.

Auch wenn die Reaktion an den Aktienmärkten relativ heftig ausfällt, gibt es keinerlei Indikatoren, die aktuell mehr als eine normale Korrektur vermuten lassen. Die Volatilität am Aktienmarkt ist nicht auf andere Bereiche des Kapitalmarktes übergegangen.

Der Auslöser

In den Medien ließt man meist, die steigenden Zinsen hätten die Aktienmärkte ins Wanken gebracht. Ich bin der Meinung, dass der Markt dieses Ereignis zum Anlass genommen hat um die ohnehin lange überfällige Kurskorrektur auszulösen. Die steigenden Zinsen signalisieren letztendlich eine wachsende Wirtschaftsleistung, die den Unternehmensergebnissen zugutekommen sollte.

Die Folgen

Die Aktienmärkte haben von der Spitze zwischen 6 Prozent und 10 Prozent korrigiert. Für Anleger, die in Euro abrechen, gibt es noch einen kleinen negativen Effekt aus dem Verlauf des Eurokurses hinzu. Hinzu kommt bei Anleihen eine leicht negative Wertentwicklung (Globaler Anleihemarkt EUR-H seit 01. Januar – 1,5 Prozent), die mit dem Zinsanstieg zu erklären ist.

Unter dem Strich hat ein breit diversifiziertes Portfolio (bestehend aus 50 Prozent globalen Aktien und 50% globalen Anleihen) seit Jahresanfang eine Wertentwicklung von -2,51 Prozent erzielt. Dies vor dem bereits oft erwähnten Währungseffekt. Nach Währungseffekt beträgt der Verlust für das laufende Jahr -3,43 Prozent. Dabei verlor ein derartiges Depot von der Spitze knapp 5 Prozent an Wert.

Quelle: Reuters Eikon

Quelle: Reuters Eikon

Fazit

Die aktuelle Marktkorrektur ist besonders unangenehm, da wir so lange keine größeren Kursverluste gesehen haben. Die letzten Monate waren von wenigen Schwankungen geprägt und haben, wie bereits eingangs erwähnt, viele Anleger in extreme Risikopositionen getrieben. Die Anleger, die sich in Bezug auf ihr Risikobudget übernommen haben, werden aktuell aus dem Markt gedrängt.

Die Chancen stehen meiner Meinung nach gut, dass wir nach einem reinigenden Gewitter eine Fortsetzung des Aufwärtstrends sehen. Dieser wird jedoch deutlich volatiler verlaufen als die letzten Monate.

Das Risiko, dass der aktuelle Kursrutsch eine Lawine von Verkäufen in Gang setzt besteht ohne Zweifel ebenfalls. Oft entstehen Krisen aus für sich kleinen Marktereignissen, die jedoch eine Kettenreaktion in Gang setzen. Es ist allerdings im Vorhinein nicht möglich, diese Ereignisse zu benennen, da man oft Jahre der Analyse benötigt, um die genauen Zusammenhänge ex-ante zu identifizieren (siehe Subprime Krise).

Dennoch, auch wenn zweifellos Risiken bestehen, kann man nicht immer im Leben bzw. am Kapitalmarkt vom Worst-Case ausgehen. Man würde sich im echten Leben nicht aus dem Haus trauen oder am Kapitalmarkt lange Jahre ohne Krise und mit hohen Renditen verpassen. Aktuelle gibt es keine großen Stressindikatoren, die auf eine große Krise hindeuten.

Für Anleger, die noch freies Risikobudget besitzen oder noch nicht am Markt investiert sind, könnte die aktuelle Marktphase also eine gute Chance zum Nachkaufen bzw. Einstieg darstellen.

Für eine genaue Analyse Ihrer persönlichen Risikoneigung beraten wir Sie gerne im Rahmen eines kostenlosen Erstgesprächs.

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Über den Autor

Herr Mesch ist seit Januar 2012 für den Bereich Kapitalmarktanalyse und Portfoliomanagement verantwortlich. Außerdem ist er Mitglied des Anlageausschusses. Vorige Stationen umfassten unter anderem: DWS Investments, Franklin Templeton, DEKA Bank so wie Commerzbank. Herr Mesch hat seinen Abschluss als Diplom Betriebswirt in 2009 an der Fachhochschule Worms erhalten.