Eingestellt am 26. September 2019 · Eingestellt in Alle Publikationen
Lisa Hassenzahl, CFP
Lisa Hassenzahl, CFP
Geschäftsführerin YPOS Finanzplanung GmbH

Geld und Liebe sind für sich betrachtet schon spannend, aber die Kombination aus beidem birgt einige Fallstricke.

Das größte Problem: Neben der Tatsache, dass es viele Mythen und Halbwahrheiten zum Thema Ehe, Ehevertrag, Unterhalt, Scheidung etc. gibt und einigen selbst nach vielen Jahren Ehe noch nicht klar ist, was zum Beispiel der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft bedeutet, reden viele Paare reden NIE über Geld oder erst, wenn es zu spät ist.

Krankheit, eine Trennung/Scheidung oder der schlimmste Fall des Todes fördern dann nicht selten Überraschungen zu Tage.
Dabei sollte es doch gerade in einer Beziehung möglich sein, offen über Geld zu sprechen und für den Krisenfall vorzusorgen.

Dabei gibt es einige Tipps, die leicht umzusetzen sind und trotzdem eine große Wirkung haben:

  • Ehevertrag: Ein Ehevertrag ist für die meisten Unternehmerinnen (siehe Gesellschaftsvertrag) Pflicht, aber auch für alle anderen ein sinnvolles Instrument, um Klarheit zu schaffen. Hier möchte ich insbesondere den Frauen ganz klar die Angst nehmen. Ein Ehevertrag kann so ausgestaltet werden, dass beide Seiten profitieren und er schafft eben vor allem die angesprochene Klarheit. Denn gerade im nachehelichen Unterhaltsrecht hat sich in der Rechtsprechung einiges getan. Stichwort: Eigenverantwortung und gesteigerte Erwerbsobligenheiten.
  • Testament/Nachfolgeplanung: Insbesondere bei unverheirateten Paaren ist das ein riesen Thema. Was vielen nicht klar ist: Als Lebenspartner ist man kein gesetzlicher Erbe, daher ist ein Testament zwingend nötig und die Freibeträge liegen nur bei 20.000 Euro.
  • Risikolebensversicherungen: Zur Absicherungen von Krediten oder dem Lebensunterhalt im Falle des Todes eines Partners ist die Risikolebensversicherung ein absolut sinnvolles Instrument. Richtig eingesetzt kann nicht nur, wie bei einer Risikolebensversicherung üblich, die Einkommensteuer, sondern auch die Erbschaftsteuer gespart werden.
  • No Go: Gemeinschaftsdepots

Darüberhinaus gibt es zahlreiche Aspekte, die das Thema Geld und Liebe betreffen, so dass ich mich sehr über die Einladung der Deutschen Börse zu einem Vortragsabend für Frauen freue.


Vortrag für Frauen: Geld und Liebe

In entspannter Runde einen Überblick zum Thema Geld & Liebe geben, Fragen beantworten und vor allem eines: Hemmungen abbauen und Frauen dazu motivieren, sich selbst zu kümmern. Das ist das Ziel des Afterwork-Treffens der Deutschen Börse mit Lisa Hassenzahl.

Über den Autor

Yannick Schneller hat 2017 ein Studiums an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg im Bereich BWL Finanzdienstleistungen absolviert und ist seitdem als Junior Berater in unserem Unternehmen tätig.